Was ist Inmation - und warum setzen Industrieunternehmen auf diese Plattform?
Produktionsdaten entstehen in Hülle und Fülle - in Steuerungen, Sensoren und Leitsystemen. Das Problem: Sie sprechen unterschiedliche Sprachen. Inmation ist die Plattform, die diese Lücke meiner bzw. unserer Erfahrung nach am besten schließt - und auf der sich individuelle Lösungen direkt aufbauen lassen.
Wer in der Prozessindustrie arbeitet - in der Chemie, Pharmafertigung oder Energieerzeugung - kennt das Problem aus dem Alltag: Produktionsdaten sind überall vorhanden, aber selten dort, wo sie gebraucht werden. Ein Temperatursensor liefert Messwerte an eine SPS, die SPS kommuniziert mit einem SCADA-System, das SCADA-System soll Daten mit dem MES austauschen und final werden diese ins ERP-System geliefert - wir kennen das als die klassische Automatisierungspyramide. Aber irgendwo auf diesem Weg geht der Zusammenhang (meist) verloren.
Genau hier setzt Inmation an. Die Software-Plattform sammelt Daten aus unterschiedlichsten Quellen, kann diese normalisieren und stellt sie in Echtzeit bereit - als Grundlage für Auswertungen, Dashboards und individuell entwickelte Anwendungen, die auf den konkreten Bedarf des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sind.
Was also ist Inmation?
Inmation ist kein klassisches SCADA-System und kein Historian im traditionellen Sinne - auch wenn es Funktionen beider Welten vereint. Treffender ist der Begriff Industrial Data Platform : eine zentrale Schicht, die Produktionsdaten aus den Anlagen empfängt, verarbeitet, speichert und für weitere Anwendungen bereitstellt. Und das alles nach Bedarf, um Best Practices wie "Data Ownership" oder "Use Case Ownership" zu gewährleisten.
Datensammlung
Inmation verbindet sich mit OPC UA, OPC DA, Modbus, MQTT und weiteren Industrieprotokollen. Messwerte aus Feldbusgeräten, Steuerungen und Leitsystemen werden direkt erfasst - ohne manuelle Exportschritte.
Normalisierung & Kontext
Rohdaten werden in ein einheitliches Datenmodell übersetzt. Tags aus verschiedenen Systemen erhalten Kontext: Einheit, Grenzwert, Anlage, Verantwortlicher.
Echtzeit-Verarbeitung
Berechnungen, Aggregationen und Alarmlogiken laufen direkt in der Plattform - ohne externe Skripte oder Batch-Exporte. Das Ergebnis ist in Millisekunden verfügbar.
Offene Plattform für eigene Anwendungen
Über die Inmation-eigene REST-API und das integrierte Scripting-Framework (mittels Lua) lassen sich auf Inmation individuelle Tools und Anwendungen direkt aufbauen - ohne Systemwechsel.
Warum klassische Integrationen scheitern
Viele Industrieunternehmen lösen das Datenproblem heute mit einer Kombination aus Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, manuellen Exporten und eigenentwickelten Skripten. Oder durch Transferieren der Daten in die Cloud bzw. in ein Datalake. Das funktioniert - bis eine neue Anlage hinzukommt, ein System ausgetauscht wird oder die Datenmenge wächst und der Kontext immer weiter verloren geht.
Das Grundproblem: OT-Systeme sind auf Stabilität und Echtzeitfähigkeit ausgelegt. IT-Systeme sind auf Datenvolumen und Flexibilität ausgelegt. Ohne eine vermittelnde Schicht sprechen beide Welten aneinander vorbei - in unterschiedlichen Protokollen, Datenformaten und Zeitstempelformaten. Wir sehen Inmation als Produkt, dass die Lücken zwischen IT und OT schließen kann. Das trifft nämlich auch auf Unternehmen zu, welche nicht "IT" und "OT" gegossen sind, sondern diese beiden Sektionen verschmolzen haben - in diese Richtung entwickelt es sich aus unserer Sicht auch immer weiter hin.
Was Inmation von einem klassischen Historian unterscheidet
Viele Prozessunternehmen setzen bereits einen Historian ein - Systeme wie AVEVA PI sind in der Branche weit verbreitet. Inmation geht konzeptionell weiter:
Historian (klassisch)
Speichert Zeitreihendaten passiv. Bietet historische Auswertung und Trending. Starr in der Datenmodellierung. Schnittstellen oft proprietär. Keine eigene Anwendungslogik.
Inmation (Industrial Data Platform)
Speichern ist optional. Verarbeiten der Daten in Echtzeit steht im Fokus. Führt Berechnungen und Alarmlogiken direkt durch. Offene APIs. Und: Anwendungen lassen sich direkt auf der Plattform entwickeln und betreiben. Kann als zentrale Schnittstelle für eine Vielzahl von Anwendungsfällen verwendet werden.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht nur in der Verarbeitungslogik, sondern im Plattformgedanken: Inmation ist kein Endpunkt, sondern ein Fundament. Unternehmen, die heute Daten sammeln, können morgen darauf aufbauend eigene Monitoring-Tools, Reporting-Anwendungen oder Alarmierungslösungen entwickeln - ohne die Dateninfrastruktur neu aufzubauen.
Individuelle Tools auf Inmation aufbauen
Eine der zentralen Stärken von Inmation ist die Möglichkeit, direkt auf der Plattform anwendungsspezifische Tools zu entwickeln. Das Inmation-Scripting-Framework erlaubt es, Geschäftslogik, Berechnungen und Auswertungen in die Datenschicht selbst zu integrieren - nah an den Daten, ohne externe Middleware.
In der Praxis entstehen so Lösungen, die exakt auf den Bedarf des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sind - standortspezifisch, als auch als globale Lösung. Einige typische Beispiele:
Anlagen-Dashboards
Live-Übersicht über Anlagenzustände, Grenzwerte und Abweichungen - direkt aus Inmation, ohne separates BI-Tool.
Automatisierte Berichte
Schicht-, Tages- oder Chargenberichte werden aus den Inmation-Daten automatisch generiert und verteilt.
Intelligente Alarmlogiken
Grenzwerte, Toleranzbänder und Muster werden direkt in Inmation definiert - mit automatischer Benachrichtigung bei Abweichungen.
GxP-Aufzeichnungen
Automatische, unveränderliche Aufzeichnung von Prozessdaten für Pharmabetriebe - auditfähig ohne Nacharbeit.
OEE-Berechnung
Overall Equipment Effectiveness direkt aus Produktionsdaten berechnet - ohne manuelle Dateneingabe oder externe Tools.
Predictive Maintenance
Laufzeitdaten und Schwingungswerte werden analysiert, um Wartungsbedarfe frühzeitig zu erkennen - bevor es zum Stillstand kommt.
Typische Einsatzbereiche
OT/IT-Konvergenz: Warum das Thema jetzt dringend wird
Lange Zeit waren OT und IT getrennte Welten - aus gutem Grund. Produktionsanlagen sind auf Stabilität ausgelegt, nicht auf Vernetzung. Gleichzeitig ist die Isolation keine Option mehr: Energieeffizienz, Predictive Maintenance, Qualitätsoptimierung und Berichtspflichten nach EU-Taxonomie setzen voraus, dass Produktionsdaten strukturiert verfügbar sind.
Inmation adressiert diesen Konflikt durch eine klare Architekturentscheidung: Die OT-Systeme werden nicht berührt. Die Plattform liest Daten aus dem Feld, ohne in Steuerungen einzugreifen. Das reduziert Sicherheitsrisiken und vereinfacht die Akzeptanz bei Betriebsleitern und Sicherheitsbeauftragten erheblich.
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